Korean

 

í«Von mir an mich selbstí»

                                        

   In unserer Zeit spricht man viel von gegenseitigem Verstehen und Mitgefühl. Verstehen zwischen den Generationen, Verstehen zwischen Völkern verschiedener Kulturen, Verstehen zwischen Gruppen verschiedener politischer Ausrichtungen  (zum Beispiel: Verstehen zwischen Nord- und Südkorea) usw. stellen grosse Gesprächsthemen dar.

 

   Das grundlegende Verstehen jedoch, mit dem wir zu tun haben, bezieht sich wohl auf das Verstehen seiner selbst. Das í«Verstehen meiner selbstí» ist das Verstehen zwischen meinem Ego und meinem Selbst. Das Verstehen meiner Selbst ist das Fundament und der Ausgangspunkt für das Verstehen der anderen, der Familie und der Gesellschaft. Wenn das Verstehen seiner selbst gar nicht vorhanden ist, führt das zum Selbstmord.

 

   Warum ist das Verständnis meiner selbst so schwierig geworden? Uns ist ursprünglich ein Lebensrhythmus zugeordnet. Von dessem Tempo haben wir uns weit entfernt. Unsere Gesellschaft wird bestimmt vom Wettbewerb, der hohe Spannung erzeugt. Viele sind dadurch in ihrer Fähigkeit zu verstehen behindert und erleiden Schaden an ihrem Vermögen, sich selbst zu steuern.

 

   Ich kann nicht einfach die Lösung dafür bieten, auf tiefer Ebene sich selbst zu begegnen, aber ich kann dazu einladen, gemeinsam den Weg zu gehen, auf dem man durch meine Arbeiten sich selbst begegnet. Ich hoffe, dass die flüchtige Zeit und die physikalische Bewegung gestoppt werden, dass man zu seiner ursprünglichen Gestalt zurückkehrt, dass man so zu sich selbst kommt und Versöhnung stattfindet. Wenn man sich dieses Video ruhig anschaut, kann man die komplizierte Wirklichkeit seiner selbst verlassen und ruhig in sein Inneres einkehren. (Wenn man beim Betrachten dieser Bilder die dabei entstehenden Gehirnwellen misst, kann man mit Geräten feststellen, dass die schnellen Betawellen zu ruhigen Alphawellen werden.)

 

   Diese Arbeiten stehen in Verbindung mit meinen Serien í«Steppeí» und í«Humusí». In der Natur entdecke ich mich selbst, durch das í«Masken aufsetzen und Masken ablegení» nähere ich mich dem Archetyp des Menschen und durch die Verwendung von Foto und Bild wird die Begegnung mit dem eigenen Selbst angestrebt. Es ist deutlich, dass mein Thema zu diesem Themenkreis gehört.

 

   Ich bin der Ansicht, dass durch die jetzt sich in Arbeit befindende Serie von Videos (From me to myself) die Kunst zu einem von der Psychologie getragenen Weg werden kann, um sich selbst zu verstehen.

 

  

   Bemerkung zu í«Mask, Unmaskí»: in der Serie gibt es den Untertitel í«self & egoí». Der Maskenträger stellt das í«selfí» da. Es versucht ständig, dem í«egoí» etwas mitzuteilen.

                                                                                           back to work